Als Psychologin, Textilfrau, Handspinnerin und Färberin mit Pflanzenfarben seit Jugendzeiten interessieren mich besonders die Verbindungen von Psychologie und Textil. Dies habe ich in einem Artikel "Spinnen tut der Seele gut" in der Handspinngildenzeitung 2009 auch mal beschrieben. Ich freue mich über den Austausch über Spinnen und die heilsame Kraft des Spinnens mit euch.

Sonntag, 25. August 2013

Filzen tut der Seele gut

Carola   hatte zum Filzen eingeladen und so wurde gestern bei herrlichstem Wetter draussen gefilzt. Es war wohltuend , entspannend und anregend zugleich.

 Ein schönes Ankommen gab es schon durch die Allee auf dem Weg zum Hof und den Bauerngarten : 

 

 Gewalkt wurde mit Händen und Füßen ;-)


Filzen tut der Seele einfach gut und das beginnt für mich schon beim Planen des Vorhabens. Geplant hatte ich ursprünglich einen Hüftschmeichler passend zu meiner wilden gefilzten Weste. 

 Meine pflanzengefärbte Wolle, der ganze Prozess des Legens und Gestaltens ließ dann gestern alles andere in den Hintergrund treten. Ich war einfach nur damit beschäftigt. Herrlich auch, dass ich in meinem Vorhaben nicht festgelegt war und so frisch fröhlich wild mit Bergschaf- und Merinowolle vor mich hin experimentieren konnte. Carola gab jeder ihren Raum zum Filzen und stand mit Rat zur Seite wo es nötig war. Alles war super vorbereitet und es gab ein herrliches Verwöhnprogramm mit Essen und Trinken. Danke an Wolfgang und Carola, danke auch an Carola vom Hof und danke all ihr anderen Mitfilzerinnen für die angenehme Atmosphäre. Carolas wunderbare Filzsachen könnt ihr hier bewundern.


Katja hatte ihren selbstgenähten und bestrickten Landwichtel dabei, sieht in echt ja noch besser aus als auf dem Blog und hat mit den Pflanzengefärbten Anziehsachen eine enorme Farbausstrahlung. Der starke gelb - grüne Ton ist mit Kastanienblättern gefärbt. Über Puppen als Spiegel der Seele für Erwachsene und Kinder, auch in der Therapie, gibt es hier sehr schön was zu lesen.


Nun hängt mein Filzteil auf der Leine und im Moment sieht es so aus, als ob es ein Rock für den nächsten Winter wird. Mal schauen - das tut einfach gut mal die Dinge nicht so zu planen, sondern sich einfach dem Prozess hinzugeben.

Sonntag, 18. August 2013

Stricken tut der Seele gut

Stricken soll entspannen und gestressten Menschen zur Ruhe verhelfen. Ich denke wir alle, die stricken können das bestätigen.  Stricken wirkt wie Meditation und Yoga, dazu gibt es hier auch was interessantes zu lesen.  Die heilsame Kraft der Maschen. 



 "Mantra ohne Nebenwirkungen" so ein anderer Artikel bei dem es um die postiven Effekte von Stricken geht. Da heisst es: " Und dass Stricken tatsächlich entspannt, das hat jetzt auch die Harvard Medical School bestätigt. Ein gewisser Dr. Herbert Benson hat in einer Studie festgestellt: Stricken ist genauso wirksam in der Bekämpfung von Bluthochdruck und Stress wie Yoga. "Die Arbeit mit Wolle beseitigt Stress", so Benson in seinem Buch "The Relaxation Response". "Genau wie Meditation oder Beten ermöglicht Stricken die passive Freisetzung abschweifender Gedanken."  Und während Meditation gelegentlich zu Depression führen kann, betont Benson, dass Stricken keinerlei Nebenwirkungen mit sich bringt. "Die rhythmische und monotone Qualität des Strickens, zusammen mit dem Klicken der Stricknadeln, ähnelt einem beruhigenden Mantra. Die Gedanken können lose umher schweifen, während sich der Verstand auf die Strickarbeit konzentriert."


 Stricken ist nicht nur Balsam für die Seele: Es ist auch Training fürs Gehirn, da beide Hirnhälften beansprucht werden. Neben manueller Koordinationsfähigkeit sind die Talente eines Managers gefordert: gestalterische Ideen und schnelle Problemlösungen.



 In den USA empfehlen Ärzte inzwischen schwerkranken Patienten die Arbeit mit der Nadel, bevor sie Antidepressiva verordnen. Das New Yorker Cabrini Medical Center rät Patienten, die beschwerliche Behandlungen durchstehen müssen, zur Handarbeit. Das habe ich hier in Deutschland noch nicht gehört, ihr vielleicht ?  Bei mir gehört neben meiner Familie und Kultur auch Stricken, Spinnen, Färben und in der Natur sein zu meiner Burnoutprophylaxe. Vor 2 Wochen habe ich eine Ausbildung zur Burnouttherapeutin/ zum Burnoutcoach gemacht, die ich sehr empfehlen kann. Über Atemtherapie, Körpertherapie, Stressbewältigung, Progressive Muskelentspannnung, Analyse und Neukonfiguration des inneren Wertesystem,kognitive Umstrukturierung (Glaubenssätze, Lebensskripte) und noch viel mehr, war alles drin und die beiden DozentInnen haben das ganz prima gemacht. Nun kann ich nicht nur selber noch mehr bei mir auf mögliche Burn Outsymptome achten, sondern es auch noch mehr beruflich einsetzen. Tagsüber war ich da immer zur Weiterbildung und abends habe ich mich dann beim Stricken und Spinnen nach dem anstrengenden Tag in der Sonne entspannt. Wie ist das so bei euch ? Was macht ihr zur Burnoutprophylaxe ? Euch eine entspannte Woche !

Freitag, 16. August 2013

Stricken ist das neue Yoga

«Die jungen Menschen versuchen in der kommerzialisierten Welt wieder etwas selber zu machen», sagt der Hamburger Trendforscher Professor Peter Wippermann. «Sie stricken sich ihre eigene Welt, um autonomer zu sein - weg vom Computer.» Vor allem in Krisenzeiten würden vergessene Kulturtechniken - wie Handarbeiten - wieder populär. Quelle



Stricken ist kommunikativ, sagt Seitter. «Egal, ob man auf einer Parkbank oder im Zug sitzt, immer wird man angesprochen.» Das sei für Singles eine prima Möglichkeit, jemanden kennenzulernen. In Amerika nennt man Stricken auch das neue Yoga. Das rhythmische Klappern der Nadeln wirke beruhigend und senke den Blutdruck, stellte der US-Kardiologe Herbert Benson in einer Studie fest. Auch Hollywood-Stars, wie Julia Roberts, Madonna oder Catherine Zeta-Jones lassen in den Drehpausen die Nadeln klappern.

Freitag, 2. August 2013

Die Kraft der Gedanken

 „Solange Du glaubst, das was Du denkst, sei wirkungslos, bemerkst Du nicht, dass Du es bist, der das in seinem Leben Sichtbare erschafft. Daher spiegelt alles in Deinem Leben nur Dein eigenes Denken wider.“ Aus: Ein Kurs in Wundern

 
 Beim Kamelwolle verspinnen, fällt mir ein, dass ich euch noch gar nicht auf die neue Veranststaltungsreihe Traditionelles Handwerk, Kultur und Wissen auf dem Kamelhof- Fleckschnupphof hingewiesen habe. Die Kraft der Gedanken war ein sehr vielfältiger und anregender Vortrag von Christina Schnitzler im Rahmen der Veranstaltungsreihe. Dazu erscheint in 4. Auflage im Herbst ihr Buch: Was den einen nährt macht den anderen krank: 5 Elemente Ernährung für jeden Stoffwechseltyp.

links und mitte: Kamelwolle handgesponnen und mit Krapp gefärbt rechts: Kamelwolle gefilzt und mit Krapp gefärbt
 Christina Schnitzler erklärte in ihrem spannenden Vortrag anschaulich, wie viel Kraft in unseren Gedanken steckt, und wie wir damit – meistens unbewusst – unser Leben gestalten. Wie hilfreich ist „positiv denken“, wenn unser Unterbewusstsein unsere Wünsche unbemerkt sabotiert? Neben den spektakulären Fotos des japanischen Forschers Emoto warfen wir Teilnehmerinnen  auch einen Blick auf die Forschungsergebnisse des Zellbiologen Bruce Lipton und lernten Wege kennen, das eigene Leben noch bewusster zu gestalten. Beispiele und Übungen rundeten den Vortrag ab und motivierten die Zuhörer, hilfreiche Details in den Alltag zu integrieren. Hier und hier gibt es zu den Forschungsergebnissen auch noch Informationen.

Wer sie persönlich dazu erleben möchte kann dies wieder am 21.9. 2013 auf dem Kamelhof - Fleckschnupphof in Nassenheide im Rahmen der Veranststaltungsreihe Traditionelles Handwerk, Kultur und Wissen auf dem Fleckschnupphof. Es gibt dort auch etwas zu gewinnen und beim letzten Vortrag war ich die glückliche Gewinnerin :-). Danke Christina !
Nachtrag: Hier könnt ihr noch ein Video zu Bruce Lipton anhören, es ist mit deutscher Simultanübersetzung